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Auswärtssieg in Buxtehude als vorletzter Schritt Richtung Titelverteidigung

Am 23. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat die SG BBM Bietigheim das Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV mit 38:32 (20:15) gewonnen und steht damit kurz vor dem fünften Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Drei Tage nach dem EHF Champions League-Viertelfinal-Rückspiel in Odense und dem erstmaligen Erreichen des EHF FINAL4 starteten die SG-Ladies ordentlich durchrotiert in das Auswärtsspiel vor 862 Zuschauern in der Halle Nord Buxtehude. So stand etwa Winter-Neuzugang Noemi Hafra erstmals von Beginn an auf der Platte. Die Ungarin erzielte dann nach knapp zwei Minuten prompt den ersten Bietigheimer Treffer zum 1:1-Ausgleich, nachdem der BSV zuvor zum ersten und zum einzigen Mal im gesamten Spiel in Führung gelegen hatten. Nach vier Minuten sorgte Veronika Mala mit dem 2:1 für die erste Bietigheimer Führung, die in der Folge sukzessive ausgebaut wurde. Ausgehend von einer Doppelparade von Gabriela Moreschi und einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe setzten sich die SG-Ladies bis zum 7:2 nach acht Minuten auf fünf Tore ab und zwangen BSV-Trainer Dirk Leun zu einer frühen Auszeit. Direkt im Anschluss erhöhte Veronika Mala den Vorsprung mit dem 8:2 auf sechs Tore. Speziell das Spiel über die Außen funktionierte in der Anfangsphase sehr gut. Doch Buxtehude arbeitete sich zurück ins Spiel und war nach zehn Minuten beim Stand von 8:5 wieder auf drei Tore dran. Dann antwortete wieder Bietigheim mit einem 3:0-Lauf, sodass der Sechs-Tore-Vorsprung Mitte der ersten Hälfte beim 11:5 wieder hergestellt war. SG BBM-Cheftrainer Jakob Vestergaard wechselte früh viel durch, was dem Spiel des amtierenden Deutschen Meisters aber keinen Abbruch tat. Kelly Dulfer sorgte nach 18 Minuten mit dem 14:7 für die erste Sieben-Tore-Führung der Gäste. Da sich nach der intensiven Champions League-Woche auf Bietigheimer Seite doch einige Fehler einschlichen, konnte Buxtehude wieder etwas verkürzen. Bis zur Pause pendelte sich der Abstand bei fünf Toren ein und die SG BBM ging mit einer 20:15-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel startete Bietigheim gut in den zweiten Durchgang. Fünf Minuten blieb man ohne Gegentor, auch weil Moreschi einen Siebenmeter parierte. In der Offensive lief zunächst speziell Jenny Behrend heiß, die mit ihren Treffern zum 23:15 und 25:16 den Vorsprung weiter ausbaute, der nach 36 Minuten und einem Tempogegenstoß-Tor von Xenia Smits zum 26:16 erstmals zehn Tore betrug. Bis zur 42. Minute bauten die SG-Ladies weiterhin speziell über die Außen die Führung sogar auf zwischenzeitlich zwölf Treffer aus – 30:18. Anschließend übernahm Sarah Lønborg zwischen den Pfosten und der Abstand blieb trotz weiterer Wechsel auf Bietigheimer Seite, auf der sich alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintrugen, zunächst konstant bei zehn Treffern. Doch dann schienen bei den Bietigheimerinnen die Kräfte etwas zu schwinden. Der BSV startete in den letzten fünf Minuten eine Schlussoffensive und legte einen 6:2-Lauf hin. Dadurch konnte Buxtehude nochmal etwas verkürzen, der Bietigheimer Auswärtssieg geriet zwar nicht mehr in Gefahr, fiel mit 38:32 aber knapper aus als nötig.

Tore: Malá 6, Döll 5/3, Hvenfelt 4, Behrend 4, I. Smits 4, X. Smits 4, Faluvégi 3, Gassama 2, Hafra 2, Dulfer 2, With 1, Kudlacz-Gloc 1.

Durch den Auswärtserfolg können die SG-Ladies bereits am kommenden Wochenende die Titelverteidigung vorzeitig fix machen. Dazu benötigt es am Samstag, 11. Mai, 18 Uhr, in der Sporthalle am Viadukt einen Heimsieg gegen den VfL Oldenburg.