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SG BBM spielt um den Einzug ins Königsklasse-Viertelfinale

In den Play-offs der EHF Champions League spielt die SG BBM Bietigheim um den Einzug ins Viertelfinale. Dazu gastiert am Sonntag, 17. März, 16 Uhr das dänische Topteam Ikast Handbold zum Hinspiel in der Ludwigsburger MHP Arena.

Eine Woche nach der bitteren 28:30-Finalniederlage im DHB-Pokal gegen die TuS Metzingen richtet sich der Blick der SG-Ladies auf den Europapokal. Erstmals in der Vereinsgeschichte haben die Bietigheimerinnen die Play-offs der EHF Champions League erreicht. Hier spielt die SG BBM in Hin- und Rückspiel gegen Ikast Handbold um den Einzug ins Viertelfinale. Um die Chancen auf ein Weiterkommen zu erhöhen, sollte aus Bietigheimer Sicht im Heimspiel eine gute Basis gelegt werden.

Es ist das Aufeinandertreffen des Sechsten der Gruppe A und des Dritten von Gruppe B. Die SG-Ladies sind mit fünf Siegen in Folge in die Champions League gestartet, unter anderem gegen die Topteams CSM Bucuresti und Brest Bretagne. In der Folge konnten von den neun weiteren Spielen aber nur noch zwei gewonnen werden, sodass man noch bis auf den sechsten Platz abrutschte. Allerdings zeigte der Deutsche Meister besonders in den beiden Spielen gegen Györ und auch gegen Odense, dass er gegen die europäischen Spitzenteams durchaus mithalten kann. Das gilt es jetzt auch gegen Ikast zu beweisen, wobei die SG als Außenseiter in diese Play-offs geht. 

Der viermalige dänische Meister hat die Gruppenphase als Drittplatzierter der Gruppe B und mit einem positiven Trend beendet. Sechs Spiele in Folge blieb Ikast auf internationalem Parkett ungeschlagen und holte zuletzt fünf Siege nacheinander. Nur die beiden Begegnungen gegen Team Esbjerg und auswärts bei FTC-Rail Cargo Hungaria wurden – jeweils knapp – verloren. Unter den insgesamt zehn Siegen waren auch zwei Erfolge gegen den Gruppensieger Metz Handball. Dabei erzielten die Däninnen in der Gruppe die meisten Tore, kassierten allerdings auch die zweitmeisten Gegentreffer. Am Ende fehlte nur ein Punkt zum direkten Erreichen des Viertelfinals. In der Offensive wird das Team von Markéta Jerábková angeführt, die mit 88 Treffern in der Champions League die beste Werferin des Teams ist. Die Spielmacherin wurde 2020/21 im Trikot des Thüringer HC Torschützenkönigin in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Abgesehen von der tschechischen Nationalspielerin besteht das Team ausschließlich aus skandinavischen Spielerinnen. 

Seit 2020 wird die Mannschaft von Kasper Christensen trainiert. Er führte den Verein in der vergangenen Saison, nach 2002 und 2011, zum dritten EHF European League-Sieg und damit nach sechs Jahren wieder in die Champions League. Hier erreichte Ikast in der Vergangenheit bereits drei Mal das Viertelfinale, kam 2003 sogar bis unter die letzten Vier. 

Der Klub, der der 1970 durch eine Fusion von drei Vereinen entstand und nach mehreren Umbenennungen seit 2022 Ikast Handbold heißt, gehört seit 30 Jahren zur Spitze des Frauenhandballs in Dänemark. Insgesamt vier Mal wurde man dänischer Meister (1998, 2011, 2013, 2015), den nationalen Pokal gewann man sogar acht Mal – zuletzt 2019. Auf europäischer Ebene sicherte man sich neben den drei European League-Titeln auch zwei Mal den Europapokal der Pokalsieger (2004 & 2015) sowie 1998 den Titel des Vereins-Europameisters. In der heimischen Liga steht Ikast aktuell mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Team Esbjerg auf Platz zwei, noch vor dem Bietigheimer Gruppengegner Odense.

Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams stehen SG BBM-Cheftrainer Jakob Vestergaard, bis auf die Langzeitverletzte Melinda Szikora, alle Spielerinnen zur Verfügung. Nach dem Ende der Gruppenphase ist jetzt auch Noemi Hafra auf internationalem Parkett für Bietigheim spielberichtigt.