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SG BBM trifft auf montenegrinischen Serienmeister

Zum letzten Gruppenspiel der EHF Champions League hat die SG BBM Bietigheim das Topteam Montenegros, WHC Buducnost BEMAX, am Samstag, 17. Februar, 16 Uhr in der Ludwigsburger MHP Arena zu Gast.

Die SG-Ladies konnten drei Tage vor dem Abschluss der Königsklassen-Gruppenphase beim 33:16-Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) nochmal Selbstvertrauen für das Spiel gegen das Team aus Podgorica tanken und durch viele Wechsel wichtige Kräfte schonen. Die Ausgangslage vor dem Gruppenfinale ist klar. Während die Mannschaft aus der Hauptstadt Montenegros bereits ausgeschieden ist und in der Abschlusstabelle der Gruppe A definitiv den siebten und damit vorletzten Platz belegen wird, steht die SG BBM sicher in den Play-offs zum Viertelfinale. Allerdings konnten die Bietigheimerinnen nur eines der vergangenen acht Europapokalspiele gewinnen und sind dadurch bis auf den sechsten Platz abgerutscht. An der erstmaligen Qualifikation für die Play-offs ändert das zwar nichts, allerdings droht dort ein vermeintlich stärkerer Gegner. Als Sechstplatzierter würde Bietigheim auf ein dänisches Topteam treffen. Je nach Ausgang in Gruppe B warten entweder der aktuelle Doublesieger Team Esbjerg oder der amtierenden European League-Sieger Ikast Handbold. Mit einem Sieg gegen Buducnost und einer Niederlage von DVSC Schaeffler, der am Sonntag beim noch punktlosen IK Sävehof antritt, könnten sich die SG-Ladies noch auf Tabellenplatz fünf verbessern. In diesem Fall wäre Norwegens Serienmeister Vipers Kristiansand, der in den vergangenen drei Jahren auch die EHF Champions League gewonnen hat, der Bietigheimer Gegner.

Unabhängig davon, auf wen die SG BBM in den Play-offs zum Viertelfinale, die in Hin- und Rückspiel Mitte März ausgetragen werden, trifft, steht jetzt erstmal ein erfolgreicher Abschluss der Gruppenphase im Vordergrund. Motivation dürfte der erste Spieltag der aktuellen Champions League-Saison geben. Da gewann Bietigheim das Hinspiel in Montenegro mit 27:22 und startete eine Serie von fünf Siegen in Folge im Europapokal. WHC Buducnost BEMAX gelang es nur die beiden Spiele gegen Sävehof zu gewinnen und Mitte November ein etwas überraschendes 20:20-Unentschieden bei Brest Bretagne zu holen. Zuletzt kassierten die Montenegrinerinnen vergangenen Samstag eine 17:33-Heimniederlage gegen Odense Handbold. In der Heimat ist das Team von Cheftrainerin Bojana Popovic dagegen das Maß aller Dinge. Insgesamt 34-mal sicherte sich der Verein die montenegrinische Meisterschaft. Seit 1992 wurde nur im Jahr 2020 der Meistertitel verpasst. Dazu kommen 28 nationale Pokalsiege, zuletzt 19-mal in Folge. Auf internationalem Parkett sicherte sich WHC Buducnost bisher einen EHF-Pokalsieg (1987), dreimal den Europapokal der Pokalsieger (1985, 2006, 2010) sowie 2012 und 2015 den Titel in der EHF Champions League. Nachdem man zwischen 2010 und 2021 fast immer bis ins Viertelfinale und regelmäßig ins Final Four kam, scheidet WHC jetzt zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren nach der Gruppenphase aus. In der Offensive wird das Team in dieser Europapokal-Saison vor allem von der montenegrinischen Nationalspielerin Ivana Godec getragen. Die 22-jährige Kreisläuferin ist mit 54 Toren die mit Abstand beste Werferin ihrer Mannschaft. Im Tor steht mit Ann-Cathrin Giegerich eine ehemalige deutsche Nationalspielerin, die von 2011 bis 2017 in Bietigheim und 2017 hier auch den Deutschen Meistertitel gewonnen hat.

Auf Bietigheimer Seite muss Cheftrainer Jakob Vestergaard neben der langzeitverletzten Melinda Szikora auch auf die international weiterhin nicht für die SG BBM spielberechtigte Noemi Hafrá verzichten. Allerdings kann die Ungarin möglicherweise interessante Insights liefern, da sie von Juli bis Dezember 2023 als Leihgabe von Györ in Podgorica spielte, ehe sie nach Bietigheim kam.

Anwurf ist um 16 Uhr in der MHP Arena Ludwigsburg. Das Spiel leiten die beiden Schiedsrichterinnen Barbora Bocakova und Lucia Janosikova aus der Slowakei. Restkarten gibt es noch an der Tageskasse und online unter reservix. Außerdem ist das Match bei DAZN und DYN zu sehen.

Hallenheft Buducnost