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SG BBM verabschiedet sich mit souveränem Heimsieg aus Bietigheim 

Im Nachholspiel des 22. Spieltags der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat die SG BBM Bietigheim gegen den Tabellenvierten Borussia Dortmund mit 31:20 (16:11) gewonnen und bleibt damit in der Liga weiter ungeschlagen.

Bei ihrem letzten Auftritt in der Sporthalle am Viadukt, die mit 768 Zuschauern nochmal sehr gut gefüllt war, starteten die SG-Ladies direkt druckvoll. Dorottya Faluvégi, die auf Rechtsaußen begann, sorgte nach 65 Sekunden für das 1:0. Nach dem Dortmunder Ausgleich antwortete Xenia Smits postwendend mit dem 2:1. Anschließend stabilisierten sich beide Defensiven, ehe die SG BBM nach sechs Minuten mit dem 5:2 erstmals auf drei Tore davonzog. Bis zur 12. Minute arbeitete sich der BVB wieder auf ein Tor heran – 7:6. Doch die Bietigheimerinnen blieben im Angriff zielstrebig und vor allem das Spiel über Außen funktionierte gut. Faluvégi und Veronika Malá, die sich beim 8:6 stark durchsetzte, erzielten gemeinsam die Hälfte der ersten acht SG-Treffer. Auch durch eine Auszeit von Dortmunds Trainer Henk Groener wurde der Flow des Deutschen Meisters nicht gestoppt, der im ersten Überzahlspiel Mitte der ersten Hälfte beim 10:6 erstmals mit vier Toren in Führung ging. 

Daraufhin übernahm die deutsche Nationaltorhüterin Sarah Wachter für die bis dato glücklos agierende Ex-Bietigheimerin Tess Lieder zwischen den Dortmunder Pfosten und zeigte bis zum Halbzeitpfiff insgesamt drei Paraden. Da sich aber auch Gabriela Moreschi im SG BBM-Gehäuse wieder mal in guter Form zeigte, konnten die Gastgeberinnen den Vorsprung bis zur 27. Minute auf sechs Tore ausbauen. Dabei zeigte der Champions League-Halbfinalist verschiedene Varianten seines Angriffspiels. Mal wurde Kaba Gassama am Kreis sehenswert freigespielt, dann traf Inger Smits entschlossen aus zehn Metern oder Karolina Kudlacz-Gloc in ihrer unnachahmlichen Art aus dem Rückraum. In der Schlussphase der ersten Hälfte konnten die Dortmunderinnen nochmal um ein Tor verkürzen, sodass Bietigheim mit einer 16:11-Führung in die Halbzeit ging.

Im zweiten Durchgang war exakt eine Minute gespielt, als Gassama zu 17:11 traf. Da aber weiterhin beide Abwehrreihen stabil standen, entwickelte sich zunächst eine recht torarme Phase. In den ersten acht Minuten nach der Pause fiel jeweils nur ein Tor auf beiden Seiten. Doch nach einer Auszeit von SG BBM-Cheftrainer Jakob Vestergaard trafen die Gastgeberinnen wieder regelmäßig. Nach dem 20:13 durch Jenny Behrend pendelte sich der Vorsprung ab der 41. Minute bei sieben Toren ein. Elf Minuten vor dem Ende kam der SG BÄÄÄM-Express, ausgehend von einer Strafzeit gegen den BVB, nochmal richtig ins Rollen. Mit einem 5:1-Lauf zogen die Bietigheimerinnen bis fünf vor Minuten vor dem Ende auf neun Tore davon (28:19). 120 Sekunden später bekamen die Fans in der stimmungsvollen Sporthalle am Viadukt das vermeintliche Tor der Saison zu sehen. Moreschi spielte nach ihrer Parade einen zielgenauen Pass nach vorne, alle dachten einen Tick zu weit, aber Malá sprang genau im richtigen Moment ab, fing den Ball in der Luft und schloss erfolgreich ab – quasi ein Kempa über das ganze Feld. Sofia Hvenfelt sorgte eine knappe Minute vor dem Ende mit dem 30:20 für eine Zehn-Tore-Führung und zehn Sekunden vor dem Ende erzielte SG BBM-Urgestein Karolina Kudlacz-Gloc, die mit fünf Treffern auch beste Werferin der Partie war, mit einem schönen Unterarmwurf den 31:20-Endstand und damit das letzte Tor der SG-Ladies in der altehrwürdigen Viadukthalle. 

SG BBM-Cheftrainer Jakob Vestergaard: „Das war ein deutlicher Sieg gegen einen starken BVB zum Abschluss einer glorreichen Zeit in Bietigheim. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden und freue mich auf den Saisonabschluss gemeinsam mit unseren Fans und der Meisterschale.“

Tore: Kudlacz-Gloc 5, Faluvégi 4, Döll 4/2, Dulfer 4, X. Smits 3, I. Smits 3, Malá 3, Gassama 3, Hvenfelt 1, Behrend 1.

Zum Abschluss der HBF-Saison treffen die SG-Ladies am Samstag, 25. Mai, 19 Uhr auf den Tabellenfünften HSG Blomberg-Lippe. Dieses Spiel findet in der Ludwigsburger MHP Arena statt. Im Anschluss an die Partie erhält der Titelverteidiger zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte die Meisterschale und wird vor der Arena gemeinsam mit den Fans feiern, bevor es eine Woche später zum EHF FINAL4 nach Budapest geht.