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SG BBM zu Gast beim rumänischen Meister in Bukarest

Die letzte Auswärtsfahrt der EHF Champions League-Gruppenphase in dieser Saison führt die SG BBM Bietigheim am Sonntag, 11. Februar, 16 Uhr zu Rumäniens Topteam CSM Bucuresti.

Vier Tage nach dem souveränen 40:25-Derbysieg gegen die TuS Metzingen in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gilt es für die SG-Ladies diese Leistung auch in der europäischen Königsklasse zu bestätigen. Schließlich ist das Spiel bei CSM Bucuresti mit Blick auf die Konstellation in der Gruppe A die letzte Chance für die Bietigheimerinnen sich für die Play-offs in eine noch bessere Ausgangssituation zu bringen. 

Vor dem vorletzten Spieltag der Gruppenphase steht die SG BBM nach den Niederlagen bei Brest Bretagne und vergangenen Samstag gegen DVSC Schaeffler weiterhin mit zwölf Punkten auf Platz fünf. Den dritten Rang, der in den Play-offs zum Viertelfinale den vermeintlich leichtesten Gegner bedeuten würde, belegt aktuell Bucuresti mit 15 Zählern. Zwischen dem deutschen und dem rumänischen Meister ist das Team aus Brest mit 14 Punkten Vierter. Da die Französinnen am Sonntagabend im Heimspiel auf den noch punktlosen IK Sävehof treffen, ist davon auszugehen, dass ein Bietigheimer Sieg in Rumänien Pflicht ist, auch um CSM unter Druck zu setzen und die Chance zu erhalten, sich in der Tabelle nochmal zu verbessern. Gleichzeitig gilt es den fünften Platz zu verteidigen, da der DVSC mit nur noch einem Punkt Rückstand direkt hinter der SG BBM lauert.

Ungeachtet der Rechenspiele möchte das Team von Cheftrainer Jakob Vestergaard auch im Europapokal wieder ein anderes Gesicht zeigen. Doch in der rumänischen Hauptstadt wartet eine schwere Aufgabe. Der Clubul Sportiv Municipal zählt seit einigen Jahren zu den europäischen Topteams. Bereits bei seiner ersten Champions League-Teilnahme sicherte sich der CSM in der Saison 2015/16 den Titel in der Königsklasse, erreichte auch 2017 sowie 2018 das Final Four und wurde dort jeweils Dritter. In den vergangenen drei Spielzeiten schieden die Rumäninnen jeweils im Viertelfinale aus. In dieser Saison hat das Team von Adrian Vasile als Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf Odense Handbold, bei denen Bukarest nächste Woche zum letzten Gruppenspiel antritt, noch Chancen auf den direkten Einzug in die Runde der letzten Acht. Allerdings haben die Tigroaicele (auf Deutsch: Tigerinnen), wie die Mannschaft genannt wird, auch schon einige Punkte liegen gelassen. So wurden etwa beide Spiele gegen Brest verloren und gegen DVSC Schaeffler spielte man nur Unentschieden. Zuletzt gelangen dem sechsmaligen rumänischen Meister aber zwei Siege in Folge. Vergangenen Samstag holte der CSM einen 26:24 beim Tabellenführer in Györ. 

Star des Teams, das nahezu ausschließlich aus Nationalspielerinnen in der europäischen Spitze besteht, ist Kapitänin Cristina Neagu. Die vierfache Welthandballerin war bereits Torschützenkönigin der Champions League, bei EM und WM sowie WM-MVP 2015. Mit inzwischen 35 Jahren ist die rumänische Nationalspielerin mit 59 Treffern erneut beste Werferin ihrer Mannschaft.

Für den Großteil der Bietigheimer Spielerinnen wird das Duell auch ein Wiedersehen mit Trine Østergaard. Die dänische Nationalspielerin hatte drei Jahre lang das Trikot der SG-Ladies getragen und zwei deutsche Meisterschaften sowie die EHF European League gewonnen, bevor sie vergangenen Sommer nach Rumänien wechselte. Nach dieser Saison folgen ihr mit Gabriela Moreschi und Inger Smits zwei weitere Bietigheimerinnen. Doch zunächst werden die beiden mit ihren Teamkolleginnen alles für die SG BBM geben. Große Motivation kann die Mannschaft um die deutschen Nationalspielerinnen Xenia Smits, Antje Döll und Jenny Behrend, die am Donnerstag alle drei von Bundestrainer Markus Gaugisch für die EM-Qualifikation Ende Februar/Anfang März nominiert wurden, aus dem Hinspiel ziehen. Das hatte Bietigheim Mitte September dank einer sensationellen Leistung in Ludwigsburg mit 26:24 gegen Bukarest gewonnen. 

Anwurf ist um 16 Uhr in der Sala Polivalentă Dinamo (Dinamo Polyvalent Hall). Geleitet wird das Spiel vom griechischen Unparteiischen-Gespann Michalis Tzaferopoulos und Andreas Bethmann. DAZN und DYN übertragen das Match auf ihren Plattformen.